5 Tipps: für mehr Gelassenheit und innerer Balance im Alltag

Wäre es nicht schön, wenn…


Siehst du dich gerade mit einem Kaffee auf dem Sofa sitzen und ein Buch lesen?

Stellst du dir vor, wie du eine kleine Runde spazieren gehst, die Sonne auf deiner Haut spürst und den Duft der Natur wahrnimmst?

Oder siehst du vor deinem inneren Augen, wie du auf der Yogamatte sitzt und meditierst?


Nun, all das ist möglich. Das schöne ist, dass du dafür nur 10 Minuten am Tag benötigst. Doch diese 10 Minuten sind oft alles, was du brauchst, um mehr Gelassenheit in deinen Alltag zu bringen.

Im heutigen Blogartikel zeige ich dir verschiedene Möglichkeiten, diese wertvolle Zeit mit Achtsamkeit zu füllen und dir mit Selbstfürsorge und Selbstliebe zu begegnen.


Von Zweifeln und Scheitern…



Als ich meine Yogalehrer Ausbildung begann, wurde ich angehalten, eine morgendliche Yoga- und Meditationsroutine in meinen Alltag zu bringen.

Als Mutter von zwei Kindern, die unter der Woche allein für alles zuständig ist, eine echte Herausforderung. Wie ich nach nicht allzu langer Zeit kläglich an meinen eigenen Ansprüchen scheiterte, lasse ich an dieser Stelle aus.

Nur soviel: es verursachte anfangs unglaublich viel Stress. Der Druck, eine gute Yogalehrerin und Mutter sein zu wollen, alles mit Leichtigkeit schaffen zu müssen und unter einen Hut zu bekommen, machte mich fertig. Ich schleppte mich morgens um 5.30Uhr auf meine Yogamatte und während ich Sonnengrüße übte, stritten die Kinder sich schon darum, wer den Toaster bedienen darf.

Dabei wollte ich doch unbedingt selig und tiefenentspannt mit Kerzenschein und Räucherwerk auf meiner Yogamatte meine innere Balance finden.


Was habe ich falsch gemacht?


Warum schaffte ich es wieder nicht, eine Routine aufrechtzuerhalten?


Eigentlich ganz einfach: meine Ideale aus Yoga Zeitschriften und Instagram passten nicht mit meinem Alltag als gestresste Mutter und Familienmanagerin zusammen.


Die Lösung…


Ich habe meinen Wunsch nach mehr Gelassenheit und innerer Balance im Alltag meinem Alltag angepasst, indem ich meine Morgenroutine über den ganzen Tag in kleine Häppchen aufteilte. Anstatt mir morgens einen längeren Zeitraum einzuplanen und regelmäßig daran zu scheitern, meditiere ich morgens, mache zwischendurch ein paar Sonnengrüße und verbringe tagsüber ganz bewusst Zeit in der Natur oder mit einem Kaffee im Garten.


Wo steht geschrieben, dass das nicht effektiv ist oder man das so nicht macht?


Mein Leben - meine Regeln.

Dein Leben - deine Regeln.


Also, lass uns loslegen.

Hier kommen fünf Tipps, die dich dabei unterstützen, deinen Alltag gelassener und entspannter werden zu lassen.




Tipp #1: Atmen


Atmen passiert unwillkürlich, ganz von selbst. Wenn du dich aber auf deinen Atem konzentrierst, steigst du aus dem Hamsterrad und dem Gedankenkarussell aus. Du bist sofort im Hier und Jetzt. Dein Atem ermöglicht dir, dich ganz bewusst mit dir zu verbinden.

Um bewusst zu atmen, benötigst du kein Equipment, sondern kannst es nahezu überall ausführen. Nicht nur auf deiner Yogamatte, sondern auch in deiner Küche, im Auto oder im Supermarkt.

Stelle oder setze dich aufrecht hin, lege eine Hand auf deinen Unterbauch, ggf. die zweite Hand auf deinen Brustraum und nun atme.

Spürst du, wie der Atem ganz leicht deine Nase kitzelt, während du einatmest? Nimmst du wahr, wie sich dein Brustraum und dein Bauch sanft heben und wieder senken?

Dann bleibe genau da! Lass den Atem ein- und ausströmen. Nimm dir Zeit und lege eine kurze Atempause ein.

Einatmen. Ausatmen. Atemzug um Atemzug. Bleibe konzentriert und mache dir keinen Stress, wenn deine Gedanken abschweifen. Kehre einfach wieder zur Beobachtung deiner Atmung zurück.


Wenn du diese Übung dreimal am Tag für drei oder vier Minuten durchführst, wirst du sehr schnell eine Veränderung bemerken.


Du wirst ruhiger, widerstandsfähiger in Stresssituationen, deine Konzentrationsfähigkeit steigert sich und du wirst achtsamer im Umgang mit dir.



Tipp #2: Achtsam Spazieren gehen


Okay, spazieren gehen ist soweit klar. Aber wie bitteschön, geht man nun achtsam spazieren???

Versuche es mal so:

Gehe am Besten allein und finde eine kurze Strecke in der Natur. Auch hier braucht es am Anfang nur ein kurzer Zeitraum von 10 Minuten sein.

Wenn du dann unterwegs bist, nimm wahr, wie sich der Untergrund unter deinen Füßen anfühlt. Beobachte dich und deinen Gang. Vielleicht kannst du dich noch ein wenig mehr aufrichten und mit einem tiefen Gefühl von Sicherheit einen Schritt vor den anderen setzen.

Nachdem du sicher in deinem Gang bist, lasse den Blick schweifen und nimm alles um dich herum wahr.

WIe sieht die Natur um dich herum aus? Gibt es Tiere, die du hören oder sehen kannst?

Glitzern die Grashalme in der Sonne?

Gibt es Blüten, die gerade erblühen oder verblühen?

Schenke deinem Blick Weite und genieße das Gefühl der Weite in dir.

Auch hier geht es darum, präsent zu bleiben und mit der Konzentration bei dir zu bleiben.


Wenn deine Gedanken abschweifen, bringe den Fokus zurück auf die Weite der Natur. Dies ist deine Zeit. Zeit, um für dich zu sorgen. Zeit, um Raum in dir zu schaffen für Gelassenheit und Präsenz.

Gedanken kommen und gehen den ganzen Tag. Aber diese 10 Minuten in der Weite der Natur gehören ganz dir.



Tipp #3: Reflexion


Am Ende des Tages kommen die Gedanken nicht zur Ruhe und du kreist ständig um die nächsten to dos? Dein monkey mind hält dich sogar vom Schlafen ab?

Dann empfehle ich dir all deine Gedanken zu Papier zu bringen.

Zelebriere deine neue Routine ruhig. Kaufe dir ein schönes Journal und einen Stift, um dem ganzen eine gewisse Wertigkeit zu geben und beantworte folgende Fragen:

Wie war dein Tag? Was hast du erlebt und wie hast du dich gefühlt? Wofür bist du dankbar?

Indem du dich darauf fokussierst, wofür du dankbar bist und nicht darauf, was heute alles schiefgelaufen ist und was du nicht geschafft hast, findet hier mit der Zeit und bei entsprechender Regelmäßigkeit eine Veränderung im Gehirn statt, die dich optimistischer und bewusster werden lässt.



Tipp #4: Mach dich selbst zur Priorität


Du wünschst dir nichts sehnlicher als mit einem Tee und einer Zeitschrift auf dem Sofa zu sitzen?


Tue es!


Du möchtest mal wieder ausgelassen zu deiner Lieblingsmusik tanzen?


Tue es!


Du liebst es barfuß durchs Gras zu laufen?


Na los, worauf wartest du?


Ich kenne das Gefühl, wenn alles andere wichtiger erscheint und man sich selbst immer hinten anstellt. Aber zuerst muss ich noch… ruft es in deinem Hirn und gleichzeitig fragst du dich: wann bin ich eigentlich mal dran?


Du bist jetzt dran! Genau jetzt! Denn du bist wichtig und nichts auf der Welt ist wichtiger, als dass du ausgeglichen und in Balance dein Leben lebst.



Tipp #5: Meditieren


Als Yogalehrerin und Meditations- und Achtsamkeitslehrerin darf natürlich die Meditation hier nicht unerwähnt bleiben.

Ich liebe es einfach zu meditieren und empfehle es dir aus ganzem Herzen. Meditation bringt mich an Orte in mir, von denen ich nicht wusste, dass sie existieren. Ich erlebte schon die absolute Glückseligkeit, die absolute Verbindung und tiefe Stille. Es ist einfach magisch.


Aber auch hier ist erstmal weniger mehr und ich empfehle dir, am Anfang lieber zweimal am Tag für fünf Minuten zu meditieren, als einmal am Tag genervt nach 7 Minuten aufzuhören.


Für deine Meditation suchst du dir am Besten einen ruhigen Platz.


Wenn du bequem und aufrecht sitzt, schließe sanft deine Augen und verbinde dich mit deiner Atmung. In der Meditation geht es darum, deine innere Mitte zu finden und dich auszubalancieren. Der stressige Alltag, die unzähligen to do’s und der Mental Load sind für eine bestimmte Zeit still. Hier hast du Zeit, dich mit dir und deiner Essenz zu verbinden.



Wie du siehst, ist es gar nicht so schwierig ein achtsames Leben in Balance zu führen.


Meistens ist es viel einfacher, kleine Veränderungen einzubauen und sich Zeit zu nehmen diese zu etablieren, als vor einer großen neuen Aufgabe zu stehen, von der du dich leicht erschlagen fühlst.

Weniger ist mehr und das gilt nunmal auch oder vor allem für das Erlernen neuer Dinge und dem Etablieren von Routinen.


Wenn du Fragen oder Anmerkungen zu meinem Artikel hast, freue ich mich von dir zu hören.


Bis zum nächsten Artikel in ungefähr vier Wochen, komme gerne auf meinen Instagramkanal, wo ich regelmäßig Beiträge zu den Themen Yoga, Meditation und Achtsamkeit poste.


Ich freue mich darauf, mich mit dir zu verbinden.



Deine Maren

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